
Die Konjunktionen dànshì 但是, kěshì 可是 und búguò 不过/不過 bedeuten alle ‚aber‘, ‚dennoch‘ oder ‚trotzdem‘ und leiten einen Satz oder Teilsatz ein, der einen Gegensatz oder eine Einschränkung ausdrückt. Sie unterscheiden sich leicht im Sprachstil und in ihrem Gebrauch.
Dànshì 但是 ist die neutralste und formellste Variante und eignet sich sowohl für die Schriftsprache als auch für die gesprochene Sprache. Kěshì 可是 und búguò 不过/不過 sind weniger formell und kommen besonders häufig in der gesprochenen Sprache vor.
Soll ein Gegensatz zu einer bekannten oder bereits erwähnten Tatsache hervorgehoben werden, wird häufig die Konjunktion suīrán 虽然/雖然 ‚obwohl‘ zusammen mit dànshì 但是, kěshì 可是 oder búguò 不过/不過 verwendet. Dabei steht suīrán 虽然/雖然 stets im ersten Teilsatz und leitet die eingeräumte Tatsache ein.
Ist der Zusammenhang bereits aus dem Kontext ersichtlich, kann suīrán 虽然/雖然 entfallen. Dànshì 但是, kěshì 可是 oder búguò 不过/不過 bleiben in diesem Fall erhalten und leiten den Teilsatz mit dem Gegensatz ein.
Struktur
1. dànshì 但是, kěshì 可是 und búguò 不过/不過 im zweiten Teilsatz zur Angabe des Gegensatzes oder Widerspruchs
2. Satzpaar: Verwendung von suīrán 虽然/雖然 im ersten Satz, um einen klaren Widerspruch anzuzeigen
Für gewöhnlich steht suīrán虽然/雖然 am Satzanfang, aber wenn die beiden Teilsätze dasselbe Subjekt haben, kann es auch hinter dem Subjekt stehen.
Funktionen
Ausdruck eines Gegensatzes oder eines Widerspruchs
Alle drei Konjunktionen dànshì但是, kěshì可是und búguò 不过/不過 ‚aber dennoch/trotzdem‘ können im zweiten Teilsatz stehen, um einen Widerspruch anzuzeigen, unterscheiden sich jedoch leicht in Ton und Verwendung und werden in unterschiedlichen Kontexten verwendet.
Dànshì 但是 klingt formeller und kann sowohl schriftlich als auch mündlich vorkommen, während kěshì 可是 und búguò 不过/不過 in der Umgangssprache häufiger vorkommen und einen weniger formellen Ton vermitteln.
Im mündlichen Sprachgebrauch klingt kěshì 可是 persönlicher und emotionaler und kann eine abweichende Meinung suggerieren, sodass es oft mit Ablehnung oder einer starken Meinungsverschiedenheit in Verbindung gebracht wird. Búguò 不过/不過 hingegen klingt leichter und deutet oft auf einen schwachen Kontrast oder eine zusätzliche Erklärung hin.
In einem Gespräch werden kěshì 可是 und búguò 不过/不過 oft verwendet, um eine gegensätzliche Situation einzuleiten, eine abweichende Meinung auszudrücken oder eine zusätzliche Erklärung zu einer zuvor geäußerten Tatsache zu geben.
Beim Betonen einer gegensätzlichen Idee in Bezug auf eine allgemein bekannte Tatsache muss im ersten Satz die Konjunktion suīrán 虽然/雖然 ‚obwohl‘ verwendet werden. Der erste Teil mit suīrán 虽然/雖然 führt eine bekannte Tatsache oder Situation ein, während der zweite Teil den Widerspruch darstellt.
Normalerweise steht suīrán 虽然/雖然 am Satzanfang, aber wenn die beiden Teilsätze das gleiche Subjekt haben, kann es auch hinter dem Subjekt stehen.
Man beachte, dass im Deutschen bei der Verwendung von “obwohl” im zweiten Teilsatz kein „aber“ steht. Im Chinesischen hingegen ist im zweiten Teilsatz ein Konnektor wie dànshì/kěshì 但是/可是 oder búguò 不过/不過 weiterhin erforderlich.